DTN| Hartmut Rüber: „Die Sozialwissenschaft ist vom Verfassungsschutz unterwandert“

Prof. Dr. Hajo Funke

Hochschulen, Stiftungen und wohltätige Organisationen werden von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes instrumentalisiert. Es gibt eine Reihe von Wissenschaftlern, die im Dienste des Geheimdiensts agieren. So bestimmt die Sicherheitsbehörde den öffentlichen Diskurs. Es gibt sogar hochrangige Verfassungsschutzbeamte, die journalistisch tätig sind oder als Wissenschaftler bei politischen Stiftungen auftreten. Das behaupten zumindest die Publizisten Markus Mohr und Hartmut Rüber in ihrem gemeinsamen Buch „Gegnerbestimmung – Sozialwissenschaft im Dienst der inneren Sicherheit“.

Ist die Freiheit von Forschung und Wissenschaft in Gefahr? (Foto: Flickr/Courtyard at University of Bremen/ pthread1981/CC BY 2.0)

Die beiden deutschen Wissenschaftler Markus Mohr und Hartmut Rüber gehen in Ihrem Buch „Gegnerbestimmung – Sozialwissenschaft im Dienst der inneren Sicherheit“ darauf ein, wie der Verfassungsschutz in den öffentlichen Raum dringt.

So befinden sich in der Publizistik, in Einrichtungen der politischen Bildung, in den universitären Fakultäten der Sozialwissenschaft immer mehr Mitarbeiter des Nachrichtendiensts. „Allein das BfV kommunizierte bereits Ende der 1990er Jahre regelmäßig mit 180 Hochschullehrern“, berichtet Rübner.

Doch auch auf angebliche enge Verstrickungen zwischen politischen Stiftungen und dem Verfassungsschutz gehen die…

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